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Wie die Gesundheit von Smart Services profitiert

Der Bereich der Telegesundheit boomt. Ein Vorreiter in diesem Bereich sitzt im Smart Business Center: telbiomed, ein Spin-off des AIT Austrian Institute of Technology. telbiomed hat ein Smart Service entwickelt, mit der Patienten ihre Vitalparameter selbst managen können. Sowohl in Tirol als auch in der Steiermark wird das System bereits in der Gesundheitsversorgung eingesetzt.

Es gibt (fast) nichts, was mit Fitness- und Gesundheitsapps heute nicht getrackt werden kann. Schrittanzahl, Puls, Kalorienaufnahme etc. werden dokumentiert und einige Apps berechnen auf Basis dieser Daten den individuellen Fitness-Status. Ob diesen auch ein Mediziner bestätigen würde, ist allerdings oft fraglich – professionelle Begleitung fehlt bei den meisten Apps.

 

Smart Services für die Gesundheit

„Wir wollten hier bewusst einen Gegenpol schaffen, immerhin sind unsere Zielgruppen Herzschwäche- und Diabetes-Patienten. Da sind medizinische Absicherung und Datensicherheit das A und O“, sagt Peter Kastner vom AIT Austrian Institute of Technology, der auch Geschäftsführer des AIT-Spin-offs telbiomed ist. Dieses wurde 2017 gegründet, um die Forschungsergebnisse von AIT in ein marktfähiges Produkt überzuführen.

Das AIT Austrian Institute of Technology GmbH ist Österreichs größte außeruniversitäre Forschungseinrichtung und Spezialist für die zentralen Infrastrukturthemen der Zukunft. Als Pionier und Wegbereiter in Forschung und Versorgung für Digital Healthcare in Österreich baut das AIT auf über 15 Jahre Expertise im Bereich Telemonitoring und Therapiemanagement und mehr als 2 Million Telemonitoringtage Erfahrung. Beide Unternehmen (AIT und telbiomed) sind im Smart Business Center angesiedelt.

 

Bereits im Routineeinsatz

KIT Telehealth nennt sich die Telegesundheits-Innovation von telbiomed, die bereits in der Gesundheitsversorgung eingesetzt wird: von den Tirol Kliniken im gesamten Bundesland Tirol bereits im Routinebetrieb, vom LKH Hochsteiermark (Bruck, Leoben und Mürzzuschlag) im Rahmen eines Pilotprojekts sowie von der Versicherung für Eisenbahnen und Bergbau (VAEB) österreichweit. Bzgl. einer Ausrollung in der Steiermark sind Gespräche am Laufen.

 

Deutlich mehr als „nur“ ein App

Bei KIT Telehealth handelt es sich um ein System, mit dem Patienten Blutdruck, Blutzucker, Herzfrequenz und andere Gesundheitsdaten dokumentieren können. Die Eigenverantwortung der Patienten steigt, gleichzeitig können Krankenhausaufenthalte reduziert werden. Die Patienten messen ihre Werte dabei selbst, wobei die Messung automatisch vom Smartphone-App dokumentiert wird. Der Patient gibt den Wert also nicht selbst ein, wodurch Fehler vermieden werden.

 

Telegesundheitsdienste von AIT (Sujetbild)

Auch für den Gesundheitsbereich bieten Smart Services großes Potenzial, wie telbiomed zeigt (Credit: AIT Austrian Institute of Technology/iStock)

 

Rundum-Service

Das Besondere daran:

„Wir haben uns nicht auf die Technik beschränkt, sondern auch die Menschen und die Versorgungsprozesse miteinbezogen. Mit dem HerzMobil 4-Säulenmodell bestehend aus Schulung, Monitoring, Therapieanpassung und Kommunikation sind wir Vorreiter in diesem Bereich. Pflegefachkräfte und niedergelassene Ärzte im Herzschwäche-Versorgungsnetz nehmen dabei eine entscheidende Rolle ein“,

erläutert Kastner.

 

Smart-Service-Prozess umgesetzt

„Wir beschäftigen uns schon lange damit, mithilfe von digitalen Möglichkeiten die Qualität von bestehenden Angeboten zu verbessern, in unserem Fall eben im Gesundheitswesen. Uns war nicht wirklich bewusst, dass wir damit einen konkreten Anwendungsfall für einen Smart-Service-Prozess umsetzen“, so Kastner.

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