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Smart geplant ist halb gebaut

Am neuen Standort im Impulszentrum Liezen setzt V-Stahl Verient auf Smart Production. Ausgeplottete Pläne gehören der Vergangenheit an, die SchlosserInnen fertigen ihre Konstruktionen basierend auf 3D-Plänen. Darüber hinaus nutzen Andreas Verient und sein Team eine Technologie, die ursprünglich aus der Luftfahrtindustrie kommt: Mit Laserbeamern zeichnen sie die Stahlbaukonstruktionen auf Werktische.

Vom ****plus-Hotel in Mallorca über die Philharmonie in Paris bis hin zum Andreas-Quartier in Düsseldorf: An Erfahrung im Sonderstahlbau mangelt es Andreas Verient keineswegs. Nachdem er 18 Jahre lang als Geschäftsführer in einem Stahlbauunternehmen angestellt war, hat er sich nun mit der V-Stahl Verient GmbH selbstständig gemacht. „Wir beziehen gerade unseren neuen Standort im Impulszentrum Liezen“, so der Obersteirer, der dabei einen großen Schritt in Richtung Smart Production macht. „Wir werden eines der ersten Unternehmen sein, das eine digitale Schlosserei umsetzt.“

 

Digitale Pläne und CNC-Technik

Damit ist gemeint, dass die SchlosserInnen, die die Stahlbauteile fertigen, direkt am Arbeitsplatz auf digitale Zeichnungen Zugriff haben. „Das heißt, man braucht keine ausgeplotteten Pläne mehr, die in vielen Fällen auch umständlich waren. Ein smarter Plan, der über den Bildschirm verfügbar ist, ermöglicht maximale Flexibilität und minimiert Fehlerquellen. Man kann an jeder Stelle des smarten Plans hineinzoomen, bei einem ausgeplotteten Plan ist man da bei Weitem nicht so flexibel, weil ein meterlanger Plan natürlich absolut unpraktisch ist.“ Darüber hinaus kommt bei V-Stahl Verient moderne CNC-Technik zum Einsatz.

 

Smart Production im Stahlbau

Ein weiteres Projekt aus dem Bereich Smart Production, an dem Verient mit seinem Team arbeitet: „Wir nutzen einen Laserbeamer, über den man Werkstücke 1:1 auf eine Werkbank projizieren kann. Diese Form der Laser-Projektion kommt eigentlich aus der Luftfahrt, wir arbeiten nun gerade daran, das im Stahlbau einzusetzen. Der große Vorteil ist nicht nur, dass sich der Kunde bei einem 3D-Modell viel mehr vorstellen kann. Auch in der Umsetzung profitieren wir, weil man so im Vorfeld die Kompatibilität einer Stahlbauteils mit der restlichen Konstruktion viel besser analysieren und das Risiko für Konstruktionsfehler und Messdifferenzen deutlich verringern kann“, erläutert Verient. Das Projekt wurde auch im Rahmen eines SFG-Calls eingereicht.

 

Qualitätsverbesserungen

In Smart Production sieht Verient vor allem im Bereich der Sonderfertigungen, in dem er tätig ist, großes Potenzial. „Jedes unserer Stahlbauteile wird individuell gefertigt. In den letzten Jahren hat sich deutlich gezeigt, dass bei komplexen Konstruktionen ein 2D-Plan zur Fehlerquelle werden kann, weil vieles nicht so gut dargestellt werden kann. Meine Erfahrungen zeigen, dass MitarbeiterInnen mit einem 3D-Plan viel besser umgehen können und damit auch eine wesentliche Qualitätsverbesserung verbunden ist. Auch im Verkauf ist die 3D-Visuatlisierung ein großer Vorteil, weil es eben auch für KundInnen wichtig ist, dass sie sich ein Objekt gut vorstellen können.“

 

Verient plant, seinen Personalstand von derzeit 4 MitarbeiterInnen im Laufe des Jahres noch deutlich zu erhöhen. „Ich bin optimistisch, dass wir mit unserer modernen Ausstattung auch international schnell wieder Fahrt aufnehmen können.“

 

Smart Production Sujetbild 2

 (Foto: Pressmaster/Shutterstock)

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