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IoT: Daten nicht nur analysieren, sondern sie nutzen

Routen optimieren, Energieverbrauch reduzieren oder Updates durchführen: Das WTW IoT Connect System ist eine IoT-Komplettlösung für Maschinen und Nutzfahrzeuge, mit der konkrete Verbesserungen möglich sind. „Nur“ eine schöne Grafik aus den erhobenen Daten zu basteln, ist nämlich zu wenig, zeigt sich Friedrich Kolmayr überzeugt.

Der Geschäftsführer des SBC-Mieters WTW electronic hat mit seinem 15-köpfigen Team das WTW IoT Connect System entwickelt. Dieses verbindet mobile oder stationäre Maschinen/Fahrzeuge mit einem IoT-Portal. Über dieses können nicht nur Fernüberwachungen und Datenerhebungen durchgeführt werden, auch Software-Updates lassen sich durchführen. Kolmayr nennt ein Beispiel für den Einsatz: „Unser Kunde Mus-Max aus Groß-St. Florian, ein Hersteller von Holzhackern, nutzt das IoT Connect System, um Updates auf Maschinen in aller Welt – zum Beispiel in Japan – einzuspielen. Das ist natürlich deutlich effizienter, als wenn ein Servicetechniker hinfahren muss.“

 

WTW IOT Connect (MusMax)

Einer der KundInnen von WTW electronic ist die Firma Mus-Max, Hersteller von Holzhackern.

 

IoT-Komplettlösung für Maschinen und Nutzfahrzeuge

Eine Besonderheit am IoT Connect System, dessen Entwicklung über eine SFG-Förderung unterstützt wurde: Es handelt sich um eine IoT-Komplettlösung. Andere Anbieter stellen oft nur die Plattform zur Verfügung – ohne Hardware, die in eine Maschine bzw. ein Nutzfahrzeug eingebaut werden kann. „Unser System besteht aus Hardware, Cloud-Speicher und Online-Portal zur Datenanalyse. So sind auch konkrete Optimierungen, etwa was den Energieverbrauch oder die Routen angeht, möglich.“

 

WTW IOT Connect (Screenshot)

 

Großes Potenzial für das IoT Connect System

Für die Herstellung der Hardware, der sogenannten Linkbox, kooperiert wtw electronic mit einem Unternehmen aus Bad Gleichenberg. Der Cloudspeicher kommt von Amazon – dem größten Cloud-Anbieter weltweit. Auch die TU Graz ist ein wichtiger Kooperationspartner für das IoT Connect System. „Wir arbeiten mit dem Forschungspartner laufend daran, die Linkbox gegen äußere Störeinflüsse abzusichern“, nennt Kolmayr ein Beispiel. Ganz wichtig ist dem Geschäftsführer auch: „Unser IoT Connect System zeichnet keine personenbezogenen Daten auf, ausschließlich Maschinendaten. Das ist ein großer Unterschied. In ein paar Jahren wird aus meiner Sicht jede Maschine und jedes Nutzfahrzeug vernetzt sein – Stichwort Internet of things. Das bietet immens viel Potenzial, aber eben nur dann, wenn ich aus den erhobenen Daten auch etwas mache. Dabei unterstützen wir unsere Kundinnen und Kunden. Gerade in Zeiten des Klimawandels wird auch das Thema Energiesparen immer wichtiger, das IoT Connect System ist hier die perfekte Unterstützung. Aktuell arbeiten wir an einem neuen Projekt für einen Pelletsheizung-Hersteller, unser System ist aber im Prinzip für jede Maschine und jedes Nutzfahrzeug einsetzbar und individuell anpassbar. Da gibt es noch viel Potenzial“, blickt Kolmayr optimistisch in die Zukunft.

 

Kooperationspartner im Smart Business Center

Auch den Schülerinnen und Schülern bei „Future of Life“ im SBC stellte Kolmayr das große Potenzial von Internet of Things vor – und dass es dafür fundierte Ausbildung braucht. Die SBC-Veranstaltung nützt Kolmayr gerne zur Vernetzung und Weiterbildung, die Unternehmens-Website hat Kolmayr mit dem SBC-Mieter e-design4all umgesetzt. „Die Mieterinnen und Mieter hier sind zwar in sehr unterschiedlichen Bereichen tätig, es ist aber dennoch immer interessant zu sehen, was die anderen machen. Auch davon kann man etwas lernen.“

 


 (Fotos: WTW)

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