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Fluktuation verhindern: Diese 4 Dinge sollte man beachten

Vor allem bei Schlüsselkräften ist die Fluktuation in den letzten Jahren deutlich angestiegen. HR-Experte Michael Pichler zeigte bei IMPULS>>LIVE, was man dagegen tun kann. .

Das Problem kennen

Eine Umfrage von Deloitte unter 110 österreichischen Führungskräften zeigt ganz klar: Der Großteil der Unternehmen kann die Lage nicht richtig einschätzen. Fast 60 Prozent der befragten Führungskräfte kann nicht sagen, welche Berufsgruppen von Fluktuation am stärksten betroffen sind. Um konkrete Gegenmaßnahmen zu setzen, ist aber eines unerlässlich: Die Problemfelder kennen!

 

Michael Pichler zum Thema Fluktuation

Michael Pichler von Deloitte erläuterte bei IMPULS>>LIVE am 3. Oktober 2019, wie man Fluktuation verhindern kann.

 

Führungsverhalten überdenken

Laut der Deloitte-Umfrage ist Unzufriedenheit mit der Führung der häufigste Austrittsgrund (19 Prozent der Befragten). Auf Platz 2 der häufigsten Gründe, ein Unternehmen zu verlassen, folgt das Gehalt, dann die mangelnden Aufstiegsmöglichkeiten.

 

Höheres Gehalt ist kein Allheilmittel

Auch wenn das Gehalt in der Umfrage am zweithäufigsten genannt wird, stellt Michael Pichler von Deloitte klar: „Zwar kann ein überdurchschnittlich hohes Gehalt kurzfristig motivieren. Langfristig kommt man aber nicht drum herum, sich mit der Qualität der Führungsarbeit auseinander zu setzen.“

Hier greife es laut Pichler allerdings zu kurz, den Führungskräften mangelnde Einsicht vorzuwerfen. „Das ist oft auch ein Zeitproblem. Führungskräfte sind mit operativen Tätigkeiten so ausgelastet, dass kaum Zeit bleibt, um MitarbeiterInnen zu fördern und entwickeln.“

 

Fluktuation verhindern (sujetbild)

 

Gründe für Fluktuation sind individuell

„Es bringt wenig, Best-Practice-Beispiele zu kopieren, um Fluktuation zu reduzieren. Da braucht jedes Unternehmen seine eigenen Ansätze“, steht für Pichler außer Frage. Und man käme nicht darum herum, die Mitarbeiter zu fragen, was ihnen wichtig ist. „Es kann durchaus vorkommen, dass die Geschäftsführung in der Möglichkeit ‚Home office‘ schon einen großen Benefit sieht. Für die Mitarbeiter ist das aber zum Teil keine Besonderheit mehr oder in einer gewissen Lebensphase gar nicht so wichtig.“

Modelle können Befragungen zwar keinesfalls ersetzen, aber einen Ansatz bieten. In Bezug auf Reduktion von Fluktation empfiehlt Pichler das „simply irresistible organization“-Modell von Deloitte. Zentral sind hier die Faktoren:

  • Sinn der Tätigkeit
  • Führung und Performance Management
  • Förderliches Arbeitsumfeld
  • Karriere und Entwicklung
  • Vertrauen in die Organisation

 

Weitere Inhalte aus der IMPULS>>LIVE-Veranstaltung „Stay with me – so geht smarte Mitarbeiterbindung“ …

 

(Credit: SFG/Friedmann; YAKOBCHUK-VIACHESLAV/Shutterstock)

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