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Elektronik nach Maß

Atemgas analysieren, DNA produzieren oder Wartungen effizienter machen: Für all das benötigt es die richtige Elektronik. Der SBC-Mieter MEDS entwickelt solche Individual-Lösungen. Und er ist dabei u. a. Entwicklungspartner für steirische Medizintechnik-Start-ups wie Kilobaser oder Carbomed.

Von den ersten Ideen bis zur Marktreife einer Innovation vergehen viele Jahre. Start-ups benötigen für diesen Weg nicht nur das entsprechende Budget – auch die richtigen Partner spielen eine entscheidende Rolle. Das im Smart Business Center (SBC) angesiedelte Unternehmen MEDS ist ein solcher Partner für Start-ups, ebenso wie für innovative Unternehmen und Forschungseinrichtungen.

 

MEDS als Entwicklungspartner

„Wir sehen uns als Spezialist für kundenspezifische Lösungen im Elektronikbereich und realisieren Hightech-Projekte“, sagt MEDS-Geschäftsführer Günther Spath. Eines dieser Projekte, für das nach jahrelanger Entwicklungsarbeit mittlerweile die internationale Expansion angelaufen ist, ist der „Fruchtbarkeits-Tracker“ breathe ilo des im ZWT angesiedelten Start-ups Carbomed Medical Solutions GmbH. „Die Elektronik-Design-Unterstützung startete 2013. Derzeit begleiten wir die medizintechnische Zertifizierung des Produktes“, erläutert Gerold Meininger, Qualitätsmanager bei MEDS. MEDS ist Entwicklungspartner für das medizintechnische Gerät zur Atemgas-Analyse. Eine der Herausforderungen war, dass die Messung unter variablen Umweltbedingungen ein exaktes Ergebnis liefern muss. Gerade im Medizintechnik-Bereich nehmen neben der Entwicklung auch die klinischen Studien und die Zulassungs- und Zertifizierungsverfahren viel Zeit in Anspruch. Mittlerweile ist breathe ilo Online und in Apotheken erhältlich. Der Export-Anteil beträgt bereits 70 Prozent.

 

breathe ilo (ein Produkt, das von MEDS mitentwickelt wurde)

Eines der Produkte, für die MEDS Entwicklungspartner war, ist der innovative Fruchtbarkeits-Tracker breathe ilo von Carbomed (Credit: Carbomed).

 

Komplexe Anforderungen

Auch für das im SBC angesiedelte Start-up Kilobaser, das Laborgeräte für Life Science herstellt, ist MEDS Entwicklungspartner, berichtet Spath. „Wir haben die Elektronik für einen Kartuschen-basierten DNA-Synthesizers von Kilobaser mitentwickelt. Die Steuerung ist hier sehr anspruchsvoll, und beinhaltet ein komplexes Zusammenspiel aus unterschiedlichsten Bereichen.“ Auch Kilobaser hat nach jahrelanger Entwicklungsarbeit mittlerweile den Markteintritt vollzogen, die Geräte werden über einen Online-Shop vertrieben.

 

Planbare Wartungen

Die Medizintechnik ist aber nur eine der Branchen, in der MEDS tätig ist. Ein weiterer Bereich ist der Maschinenbau. Meininger über ein aktuelles Projekt: „Motoren in großen Kraftwerken sind hohen Belastungen ausgesetzt und müssen laufend gewartet werden. In der Regel passiert das derzeit nach Wartungsplänen, die festlegen, wann bestimmte, hoch belastete elektronische Bauteile getauscht werden. In einem großen Kraftwerk ist das aber ein großer Aufwand, weil man dazu einen Teil des Kraftwerks abschalten muss. Dabei werden eventuell noch voll funktionsfähige Bauteile getauscht. Es kann aber auch vorkommen, dass durch hohe Belastungen die Bauteile vor Erreichen eines Wartungsintervalls ausfallen. Dies führt dann zu einem zusätzlichen Maschinenstillstand und hohen Kosten.

 

Wir haben für einen Kunden nun ein Projekt umgesetzt, in dem verschiedene Paramater dieser Bauteile überwacht und in einer Datenbank aufgezeichnet werden. Dies mit dem Ziel, zu erforschen, wie sich der Zustand des Bauteils über die Zeit verändert. Dadurch können gezielte Wartungen durchgeführt werden. Das Bauteil ist nur dann zu tauschen, wenn es auch tatsächlich erforderlich ist.“

 

In diesem Bereich arbeitet MEDS auch noch an zahlreichen Folgeprojekten. „Hier gibt es noch sehr viel Potenzial in der Erfassung und Auswertung unterschiedlicher Parameter von Hochleistungsbauteilen. In der Zwischenzeit wurde in unsere Entwicklung auch bereits das Monitoren rotierender mechanischer Komponenten einbezogen. Auch in diesem Bereich werden die besonders belasteten Komponenten noch streng nach Wartungsplänen untersucht und wenn notwendig getauscht.“

 

MEDS sucht MitarbeiterInnen

Für dieses und viele weitere spannende Projekte ist MEDS derzeit auf der Suche nach MitarbeiterInnen. Der Fokus bei MEDS liegt in hochqualitativen F&E-Projekten. „Der erste Lockdown hat sich natürlich auch bei uns bemerkbar gemacht, teilweise wurden Projekte von KundInnen on hold gelegt. Wir haben die Zeit aber für Entwicklungen in unserer Tochterunternehmung lixtec genutzt. Mit lix.one wurde eine neue Generation im Bereich bedarfsgerechter Straßenbeleuchtung entwickelt. Mit unserem langjährigen Partner, der Stadt Salzburg, konnte das Projekt lix.one in kurzer Zeit getestet werden und ist bereits seit letztem Jahr im Einsatz. Im Jahr 2020 wurde lixtec mit dem Energy Globe Austria Award ausgezeichnet. Lixtec hat außerdem auf der LICHT 2021, dem größtem europäischen Kongress, zwei Vorträge gehalten, um die Technologie einem breitem Fachpublikum zu präsentieren und war auch mit einem Ausstellungsstand präsent.

 

lixtec

www.lixtec.com

www.meds.at

Weitere Termine

05may14:0016:00Impulstalk zur Forschungsprämie - die kaum genutzte Förderung14:00 - 16:00 über Videkonferenz

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