null

Effiziente Dampfkessel für die Industrie

Besser messen, effizienter heizen: gridlab arbeitet an einem smarten Messsystem für Heiz- und Dampfkessel. Mit den gewonnenen Daten sind deutliche Einsparungen möglich.

Man findet ihn in fast jedem größeren Gebäude: den Heiz- und Dampfkessel. Gerade jetzt, in den Wintermonaten, laufen diese Kessel auf Hochtouren. Umso wichtiger dabei die Effizienz – Spezialgebiet des im Smart Business Center angesiedelten Unternehmens gridlab. „Das Grunddesign solcher Dampfkessel ist seit rund 100 Jahren fast unverändert. In Gesprächen mit Betreibern haben wir aber gemerkt, dass es Optimierungspotenzial gibt“, sagt Hermann Maier, Geschäftsführer von gridlab. Mit seinem Team hat er dies zum Anlass genommen, ein Smart Service zu entwickeln.

 

Energiesparen im Dampfkessel

„Wir bauen gerade ein Messsystem auf, mit dem man die Kesseleffizienz – basierend auf den gemessenen Daten – leichter untersuchen kann. Das Besondere daran ist aber weniger das Messverfahren, sondern die Durchführung und das Einsparungspotenzial, die sich aus den gewonnenen statistischen Daten ableiten lassen“, verweist Maier auf den Bereich IoT. Es ist ähnlich wie beim Energiesparen in der Wohnung: Um die optimale Heiztemperatur einzustellen, muss man erst mal die Ausgangslage und mögliche „Kälte-Lecks“ kennen. Das ist bei industriellen Kesseln ganz ähnlich. Dazu Maier: „Vor allem bei flexiblen Lastprofilen wird bisher oft zu ungenau gemessen oder die Rohdaten werden nicht weiter ausgewertet, was den eigentlichen Aufwand darstellt.“

 

Effiziente Dampfkessel: Bis zu 15 Prozent sparen

Ein weiteres Projekt von gridlab ist der Einsatz von Hochtemperaturkeramiken. Keramiken im Kessel tragen dazu bei, dass dieser deutlich weniger Verschleiß aufweist und weniger Brennstoff verbraucht. „Wir gehen von einem Einsparungspotenzial zwischen 5 und 15 Prozent aus, das kurzfristig und kostengünstig umgesetzt werden kann“, so Maier.

Dampfkessel Gridlab

Verbrennungssimulation eines Flammrohres in einem Dampfkessel (Credit: Gridlab)

 

Stoff- und Wärmetransport

Auch mit verschiedenen Projekten im Abgasreinigungsbereich von Großanlagen beschäftigt sich das Unternehmen. Optimierungen im Bereich Prozess- und Produktionstechnik, bei der detaillierter Stoff- und Wärmetransport eine Rolle spielen, stehen ebenso auf der Agenda (aktuell u. a. für die voest alpine).

 

Strömungsverhalten simulieren

Gridlab ist Experte dafür, industrielle Anlagen effizienter zu betreiben. Wie und wie schnell Flüssigkeiten und Gase durch die Anlagen strömen, hat darauf einen starken Einfluss. Anders als früher, wo Anlagen gebaut und dann oft kostenintensiv wieder umgebaut wurden, wird das Strömungsverhalten heute digital simuliert. So lassen sich technische Risiken bereits in der Planungsphase identifizieren, entschärfen und eine Menge Zeit und Kosten sparen. Mit der Erfahrung von gridlab sind oft auch mehrere Ziele zugleich erreichbar: niedrigere Betriebskosten, weniger Emissionen, höhere Wirkungsgrade oder Produktionsausbeuten und Minimierung von Anlagenschäden und ungewollten Stillständen.

 

www.gridlab.at

 

(Credit: Fotolia)

Weitere Termine

27sep9:0010:00Smart Business BreakfastSmart Business Center Graz West, Reininghaustraße 13

30sep01octSmart Remote ServiceDas größte Branchentreffen zu Predictive Maintenance und digitalen Services in D/A/CH-Raum in Berlin.Hotel Palace, Budapester Strasse 45, 10787 Berlin

X