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Die Kapselmaschine geht in Serie

Das Start-up Kilobaser (ehem. Briefcase Biotec) hat in der Serie-A-Finanzierungsrunde bereits eine Million Euro lukriert. Die „DNA-Nespresso-Maschine“ soll noch heuer auf den Markt.

Nach 5 Jahren Entwicklungsarbeit ist Kilobaser nun einen deutlichen Schritt weiter. Gründer Alexander Murer: „Wir sind gerade bei der Serienüberleitung und starten im Sommer mit ersten Testkunden und Vorseriengeräten. Ende 2019 soll der Marktstart erfolgen.“ Auch die Serie-A-Finanzierungsrunde läuft derzeit, ein Drittel der Wunschsumme von 3 Millionen Euro ist dabei bereits fixiert.

 

Kilobaser deckt Niesche ab

Im Smart Business Center in Graz entwickelt das Start-up seine „DNA-Nespresso-Maschine“. Diese stellt DNA synthetisch her, weil diese von Labors in aller Welt benötigt wird – etwa um Medikamente zu entwickeln oder Zellen zu analysieren. Systeme, um DNA künstlich herzustellen, gibt es zwar bereits jetzt. Diese sind aber immens teuer und können nur von geschultem Personal bedient werden. Und: Für kleinere Labors kaum leistbar.

 

System ist deutlich einfacher

Anders der Kilobaser: Dieser lässt sich einfach bedienen und ist kostengünstiger. Anders als bei anderen Systemen, bei denen viele verschiedene Reagenzien einzeln überprüft, überwacht und angeschlossen werden müssen, muss man beim Kilobaser nur eine Kartusche einsetzen. „Der Kilobaser ist wie eine Nespresso Maschine für DNA-Synthese. Statt lange zu brühen, wird einfach eine Kartusche eingesetzt“, erläutert Murer.

 

Interdisziplinäre Entwicklung

Das Kilobaser-Team ist von ursprünglich 4 auf mittlerweile 6 Personen angewachsen. Die Entwicklungsarbeit ist dabei durchaus komplex. „Wir müssen für unser Gerät verschiedenste technische Fachrichtungen vereinen: von Synthesechemie, Analytische Chemie, (Mikro-)Fluidik, Pneumatik, Molekularbiologie, Software, Messtechnik, Elektronik über Feinmaschinenbau. Es hat schon einige Jahre gedauert bis wir überhaupt mit einem Prototypen erstmals DNA herstellen konnten. Das Produkt wiederum ist ‚unsichtbar‘ und kann nur aufwändig per Massenspektrometrie charakterisiert werden. Die Integration der vielen Gerätekomponenten ist daher schon recht herausfordernd.“ Bis zum Markteintritt steht nun im Fokus, die Qualität der DNA-Synthese weiter zu verbessern.

 

Standort im Smart Business Center

Den Standort im Smart Business Center sieht das Unternehmen sehr positiv, „man trifft immer wieder auf andere Mieter, etwa beim Mittagessen. Diese Gespräche können sehr befruchtend sein. Gerne nehmen wir auch die Bildungsangebote an und die informellen Treffen, diese fördern das Betriebsklima.“

 

www.kilobaser.com

 

(Foto: Kilobaser)

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