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Das 1x1 der Mitarbeiterbindung für Schlüsselkräfte

Sie wollen ein Smart Service umsetzen? Und die Digitalisierung im Unternehmen vorantreiben? Dazu braucht es Schlüsselkräfte. Diese zu finden und langfristig ans Unternehmen zu binden stand im Fokus der IMPULS>>LIVE-Veranstaltung am 3. Oktober 2019.

Unter dem Titel „Stay with me – so geht smarte Mitarbeiterbindung“ fand die Veranstaltung im von der SFG betriebenen Impulszentrum Grambach statt. Die Mieter dort besetzen – in enger Zusammenarbeit mit dem Smart Business Center Graz-West – zunehmend das Kompetenzfeld Smart Service, wie sich auch bei IMPULS>>LIVE zeigte. Im Fokus der Vernetzungsveranstaltung standen Lösungen für das Recruiting und die Bindung von Schlüsselkräften ans Unternehmen. Und: das Reduzieren von Fluktuation.

 

PRÄSENTATIONSUNTERLAGEN ZUM DOWNLOAD:

 

Vortragende Impuls>>Live Smart Service

v. l. Helmut Aschbacher (Moderator), Thomas Mörth (App Lolyo), Andrea Lang (STGKK), Anika Harb (Gesundheitspsychologin), Michael Pichler (Deloitte), Roland Toch (Wirecard)

 

Wie hält man die Fluktuation gering und steigert die Mitarbeiterbindung?

Fluktuation verursacht hohe Kosten – laut einer aktuellen Studie von Deloitte rund 14.900 Euro pro Mitarbeiter. Michael Pichler, HR-Experte von Deloitte und Keynoter bei IMPULS>>LIVE über ein zentrales Ergebnis der Studie, für die österreichische Führungskräfte befragt wurden.

 

So findet man die Schlüsselkraft

Wenn es darum geht, Schlüsselkräfte für Smart Services und Digitalisierung zu finden, kann die Personas-Methode helfen, so Pichler. Man entwickelt ein fiktives Modell der gewünschten Schlüsselkraft – welche Erfahrung bringt sie mit, wie arbeitet sie, wie lebt sie. In einem zweiten Schritt wird erarbeitet, „welche möglichen Meeting Points es gibt, wie man als Arbeitgeber Interesse beim Kandidaten weckt, im Recruitingprozess überzeugt und wie man eine positive Employee Experience gewährleistet“. Pichler empfiehlt: „Jedes Unternehmen sollte sein Arbeitgeberversprechen in 2 bis 3 Kernsätzen beschreiben können.“ Das sei für das Recruiting genauso wichtig wie für die Mitarbeiterbindung. Und ganz wichtig: „Das Arbeitgeberimage muss die reale Arbeitswelt widerspiegeln, damit kein negativer Vorher-Nachher-Effekt entsteht.“

  • Kostenloser PERSONA Workshop für die Mieter des Impulszentrums Grambach und des Smart Business Centers am 26. November 2019 von 17 bis 19 Uhr – Infos und Anmeldung bei Elisabeth Pirstinger (elisabeth.pirstinger@sfg.at).

 

Smart Service für Mitarbeiterbindung

Ein Smart Service für die Mitarbeiterbindung stammt, vom im Impulszentrum Grambach angesiedelten, Softwareunternehmen Cycoders: die Mitarbeiter-App „Lolyo“. Cycoders-Geschäftsführer Thomas Mörth: „Lolyo ist gewissermaßen Social Intranet, Wissensmanagement-Plattform und Mitarbeiterbindungs-Tool in einem“, beschreibt er das Smart Service. Über den News-Stream können relevante Infos – vom Menüplan bis hin zum Stellenangebot – geteilt werden. Über die Wissensdatenbank stehen Bedienungsanleitungen schnell parat. Über ein „Mitarbeiter-werben-Mitarbeiter-Programm“ werden Mitarbeiter-Empfehlungen für das Recruiting genutzt. Und es gibt auch ein Motivationssystem: Für das Kommentieren von Beiträgen oder Empfehlen von offenen Stellen erhalten die Nutzer Punkte, die in Goodies eingelöst werden können. Der Glasproduzent Stölzle Oberglas mit Hauptsitz im steirischen Köflach nutzt bereits sehr erfolgreich die Mitarbeiter-App Lolyo. Schon in den ersten 4 Wochen haben sich knapp 50 Prozent der Belegschaft die App auf ihr Smartphone geladen.

 

Thomas Mörth, Smart Service Lolyo

Thomas Mörth erläuterte sein Smart Service, das App Lolyo

 

Junge Mitarbeiter für sein Team begeistern

Neue Mitarbeiter zu finden spielt auch bei Wirecard CEE, Österreichs marktführender Payment Service Provider mit Standort im Smart Business Center Graz-West, eine zentrale Rolle. Das Technologieunternehmen wächst stark, wie auch die Anzahl an Mitarbeitern aus der Generation „Millenials“. Roland Toch, Managing Director CEE bei Wirecard: „Junge Mitarbeiter bringen den aktuellen theoretischen Wissensstand in das Unternehmen Wirecard ein, da meist die Uni und/oder Ausbildung erst kurz zurückliegt. Es werden tolle Synergieeffekte erschaffen, neue Ideen kreiert und ein anderer Spirit gelebt, wenn Juniors und Seniors in einem Team zusammenarbeiten.“ Und was sind die Faktoren, die speziell jüngeren Mitarbeitern wichtig sind? Toch spricht hier die „Work-Life-Balance“ an: „Dazu zählen unter anderem: flexible Arbeitszeit, Homeoffice sowie die Möglichkeit, einen fixen Teil der Arbeitszeit für eigene Projektideen zu verwenden. Auch die entgegengebrachte Wertschätzung und Anerkennung seitens des Vorgesetzten darf man nicht unterschätzen. Eine ehrliche und offene Kommunikationskultur zwischen Vorgesetzten und Mitarbeitern, wie auch innerhalb eines Teams zählt zu den Aspekten, die in der heutigen Arbeitswelt immer wichtiger werden. Ebenso interessant sind die Aufstiegschancen innerhalb des Unternehmens Wirecard.“

 

Roland Toch, Wirecard - Smart Service Anbieter

Bei Wirecard CEE schätzt man das Know-how, das junge Mitarbeiter ins Team einbringen, betonte Roland Toch.

 

Betriebliche Gesundheitsförderung – worauf es wirklich ankommt

Auch Gesundheitspsychologin Anika Harb bestätigt, dass soziale Aspekte im Arbeitsumfeld immer wichtiger werden. „Es sind schon längst nicht mehr nur die monetären Anreize entscheidend. Deshalb lohnt es sich umso mehr, in Betriebliche Gesundheitsförderung zu investieren – da rechnet sich, je nach Studie, jeder investierte Euro mindestens 4-mal. Es müssen aber natürlich die richtigen Maßnahmen sein, da braucht jedes Unternehmen einen individuellen Ansatz.“

 

Mitarbeiterbindung Smart Service - Sujetbild Mann vor Computer

Home-office als Maßnahme im Rahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung? Nicht für alle Mitarbeiter der richtige Ansatz. Es braucht das individuell richtige Konzept!

 

(Credits: SFG/Friedmann, Andrey_Popo/Shutterstock)

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