null

Betriebliche Gesundheitsförderung für IT-Schlüsselkräfte

Es braucht keine horrenden Budgets. Gesundes Mittagessen und Yoga-Kurs sind auch nicht immer das Maß aller Dinge. Was die Betriebliche Gesundheitsförderung betrifft, sind die individuell richtigen Konzepte gefragt, zeigten sich die Experten bei IMPULS>>LIVE überzeugt.

Gesundheitspsychologin Anika Harb betonte bei der Veranstaltung am 3. Oktober 2019: „Die IT-Branche ist neben der Baubranche jene, in der es in Sachen Betrieblicher Gesundheitsförderung noch das größte Potenzial gibt. Umso wichtiger ist es, hier das Bewusstsein für Benefits zu stärken und dafür, dass Mitarbeiter und Unternehmen immens von den Maßnahmen in diesem Bereich profitieren!““

 

Betriebliche Gesundheitsförderung als Tool

Die Expertin zitiert aus einer Gallup-Studie: 17 Prozent der Mitarbeiter hätten innerlich bereits gekündigt. Betriebliche Gesundheitsförderung wäre hier ein Tool, die Mitarbeiterbindung immens zu steigern. Laut Harb gilt es, speziell für IT-Schlüsselkräfte, primär in folgenden Bereichen anzusetzen:

  • Burnout-Risiko reduzieren
  • Zusammenarbeit stärken
  • Engagement fördern

 

„Es sind die kleinen Dinge“

Andrea Lang vom Bereich Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse ergänzt: „Es sind die kleinen Dinge, die Freundschaften erhalten: Gemeinsame Werte, Wertschätzung und gute Kommunikation zum Beispiel. Mit einem Programm für Betriebliche Gesundheitsförderung setzt man genau dort an. 280 steirische Betriebe mit über 86.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben bereits vom BGF-Service der STGKK profitiert. Ausgewählte Unterstützungsmöglichkeiten sind:

  • Information und Beratung
  • finanzielle Förderungen
  • Krankenstandsauswertungen
  • BGF-Einzelmodule zu den Themen Ernährung, Bewegung, Stressmanagement, psychische Gesundheit und Tabakentwöhnung

 

Betriebliche Gesundheitsförderung für KMU

Und wie setzt man das speziell in einem kleinen Unternehmen mit beschränktem Budget um? Lang empfiehlt dazu das „BGF-Modell Kleinbetrieb“. Mit einfachen Planungs- und Umsetzungsschritten unter professioneller, externer Prozessbegleitung ist damit Gesundheitsförderung auch für kleine Betriebe realisierbar.

 

Wie konkret geht man das an?

Ein Erstberatungsgespräch mit der Unternehmensleitung und einer/einem STGKK-Berater/in liefert Informationen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung und dient der Entscheidungsfindung.

 

Das Grundkonzept des „BGF-Modells Kleinbetrieb“ beinhaltet folgende Schritte:

  1. Führungskräfte-Coaching: Sensibilisierung der Führungskraft für die eigene Gesundheitssituation, Reflexion der eigenen Arbeitssituation & Entwicklung von Verbesserungsperspektiven
  2. Mitarbeiter/innen-Workshop: Erhebung gesundheitsförderlicher und -belastender Faktoren im Arbeitsalltag sowie Entwicklung konkreter Lösungen zur Förderung der eigenen Arbeitsfähigkeit und des persönlichen Wohlbefindens
  3. Zusammenführungs-Workshop für Führungskräfte und Mitarbeiter
  4. Förderung des gemeinsamen Vorgehens der Führungskraft und Mitarbeiter/innen sowie konkrete Maßnahmenplanung
  5. Umsetzung: schrittweise Umsetzung der verhaltens- und verhältnisorientierten Maßnahmen
  6. Evaluation: nach BGF-Projektende

 

Weitere Links & Infos:
Netzwerk BGF
STGKK 
BGF als Werkzeug

 

Betriebliche Gesundheitsförderung (Sujetbild)

(Credit: fizkes/Shutterstock

Weitere Termine

Keine Events im aktuellen Zeitraum

X