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5 Beispiele für digitale Transformation im Mittelstand

Die wirksamsten Innovationsmodelle für den Mittelstand haben Bernhard Steimel und sein Team von der Plattform Smarter Service analysiert. In einer aktuellen Studie stellen die AutorInnen Best Practice Beispiele für die digitale Transformation in KMU vor. Diese zeigen plakativ, wie man sein bestehendes Angebot um Smart Services erweitert und sich damit zukunftsfit macht.

Seit 10 Jahren liefert die Plattform Smarter Services Inspirationen dafür, wie sich die Digitalisierung in Unternehmen umsetzen lässt. Initiator Bernhard Steimel erläutert: „Wir publizieren laufend Trendbooks und Studien, die mit konkreten Best Practice Beispielen die digitale Transformation in Unternehmen aufzeigen. Den meisten Unternehmen fehlt es verständlicherweise an Expertenwissen für die Digitalisierung, das ist ja die große Herausforderung. Viele wissen nicht, wo sie überhaupt anfangen sollen. Hier liefern wir Anknüpfungspunkte.“ Möglichkeiten dazu gibt es viele, verweist Steimel auf die Top-Strategien für digitale Transformation aus der Studie „Digitale Vorreiter im Mittelstand“ (Seite 23): Das Digitalisieren von bestehenden Prozessen, die Erhöhung des KundInnennutzens oder das Schaffen von neuen digitalen Services sind nur 3 der Beispiele.

 

Doch wie sehen die Best Practice Beispiele für die digitale Transformation im Mittelstand konkret aus?

 

Beispiel 1: Groz-Beckert – sich mit einem Smart Service gegen KonkurrentInnen absichern

Das Unternehmen stellt industrielle Maschinennadeln her und wollte seine Produkte digital verfügbar machen. Darüber hinaus war es Ziel, die digitalen Anforderungen der KundInnen zu erfüllen. Dazu wurde eine DigitalUnit mit funktionsübergreifenden Teams (Vertrieb, Entwicklung, Product Owner) gegründet – externe ExpertInnen für Innovation und Digitalisierung arbeiteten gemeinsam mit internen FachexpertInnen. So ergab sich, dass das manuelle Dokumentieren und Aufbewahren von Nadelbruchstücken für KundInnen schwierig ist und es wurde daher eine digitale Lösung (Smart INH) entwickelt. Dieses Smart Service ist weltweit einmalig, wodurch sich Groz-Beckert gegen Konkurrenzunternehmen absichern konnte. Auch konnte der KundInnenservice durch eine Erweiterung der Funktionen im KundInnenportal verbessert werden.

 

Beispiel 2: Fraba – Handwerkliches Geschäft in ein digitales Geschäftsmodell umwandeln

Handwerkskompetenz ist im digitalen Zeitalter nicht mehr gefragt? Ganz im Gegenteil, wie Fraba verweist. Der Hersteller von Positions- und Geschwindigkeitssensoren hat die Handwerkskompetenz als USP erkannt und daher eine eigene Smart Factory eröffnet, in der nur nach individuellen Vorgaben der KundInnen gefertigt wird. Ein digitales „Mass Customization“-Geschäftsmodell, garantiert hohe Variantenvielfalt, Losgröße 1 und kurze Lieferzeiten. Durch die digital gesteuerte Fabrik konnte die Produktivität eines Euros an Lohnkosten um 500 Prozent erhöht werden.

 

Beispiel 3: Heidelberger Druckmaschinen: Weg vom reinen Produktverkauf

Statt „nur“ eine Druckmaschine zu verkaufen, wollte Heidelberger seine KundInnen mit Smart Services längerfristig ans Unternehmen binden. Möglich wurde dies durch ein neues Geschäftsmodell: KundInnen erhalten ein Maschinen- und Serviceangebot, verbunden mit einer Performanceberatung. Berechnet werden nur die gedruckten Bögen (Output) – das Volumen steigt durch höhere Verfügbarkeit und Produktivität.

 

Beispiel 4: Sportscheck: Vom Händler zum Ökosystem mit Events und Smart Services

Auch der Sporthändler wollte sein Kerngeschäft (den Handel mit Waren) verbreitern. Dazu wurde ein Online-Marktplatz geschaffen, über den Dienstleistungen entlang der ganzen Wertschöpfungskette angeboten werden – von Sport-Reisen bis hin zu Sport-Versicherungen. Über eine API können externe PartnerInnen schneller die Plattform nutzen. Ein Abo-Modell (ähnlich wie Amazon Prime) und Sport-Events verstärken die KundInnen-Bindung.

 

Beispiel 5: Gira Giersiepen: Vernetzung mit ExpertInnen als Digitalisierungs-Booster

Wie befruchtend ein Austausch mit DigitalisierungsexpertInnen ist, zeigt das Unternehmen Gira Giersiepen, Hersteller von intelligenter Gebäudetechnik. MitarbeiterInnen hatten die Chance, sich mit den DigitalexpertInnen auszutauschen und marktorientiert Smart Services für Gira zu entwickeln. Die Kombination aus internem Produkt- und Anwenderwissen und externer Digital-Expertise war dabei der Erfolgsbaustein. Entwickelt wurde unter anderem ein digitaler KundInnenberater.

 

Kooperation mit externen ExpertInnen lohnt sich!

Vor allem für kleine Unternehmen ist es schwer bis gar nicht möglich, die Ressourcen für die Entwicklung von Smart Services und Smart Products hausintern bereit zu stellen. F&E-Projekte mit Hochschulen, Start-ups oder Forschungszentren können hier Abhilfe schaffen. Auch die Befragung der Unternehmen für die Studie „Digitale Vorreiter im Mittelstand“ zeigt: Was die Zufriedenheit mit den Ergebnissen angeht, liegen externe Innovationseinheiten vor unternehmensinternen Arbeitsgruppen oder Abteilungen.

 

Lesen Sie mehr über Best Practice Beispiele für die digitale Transformation in der Studie „Digitale Vorreiter im Mittelstand“! Außerdem erhalten Sie Einblick in folgende Themen:

  • Die wirksamsten Strategien für die digitale Transformation
  • Die bewährtesten Innovationsmodelle für den Mittelstand
  • Innovationen sinnvoll priorisieren
  • Die wichtigsten Handlungsempfehlungen

 

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Best Practice Beispiele für Plattformen von Christoph H. Wecht …

 

 (Foto: Foxy burrow/Shutterstock)

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