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Mit Abstand am kreativsten

Von einem Schlag auf den anderen alle Termine abgesagt. Auch für Fotograf Robert Sommerauer im IZ Lebring stellte sich im März die Frage „Und jetzt?“. Er besann sich auf das, was er am besten kann: Kreativsein. Die Ergebnisse tragen Titel wie „Weg mit dem Speck“ und „Pixelmaker fight Corona“. Sie zeigen, dass man gerade in Krisenzeiten den Sinn für Humor nicht verlieren sollte. Und dass neue Technologien neue Perspektiven eröffnen.

„Wenn man 16 Jahre im Geschäft ist, ist Aufgeben keine Option“ steht für Robert Sommerauer außer Frage. Mit seinem Studio Pixelmaker ist er im Impulszentrum Lebring angesiedelt und stellt klar: „Ich bin Unternehmer. Ich werde nicht einfach aufhören zu fotografieren, weil jetzt Corona da ist.“ Wie die gesamte Kreativbranche hat die Krise auch ihn hart getroffen. „Ich habe einen Umsatzeinbruch von 80 Prozent. Aber wenn plötzlich alles stillsteht, besinnt man sich wieder auf sich selbst – auf seine Stärken. Und das ist bei mir die Kreativität.“ Kurzerhand hat er im April mit KollegInnen aus der Branche seiner Kreativität Ausdruck verliehen. „Es ging uns ja allen gleich. Da ist es umso wichtiger, dass wir uns zusammentun.“ Entstanden ist ein humorvolles Facebook-Video mit dem Titel „Pixelmaker fight Corona“.

 

Pixelmaker Fight Corona

 

Pixelmaker zeigt, wie cool die „Herzerl-Straße“ ist

Der Plan ging auf: „Es kamen zahlreiche KundInnen auf mich zu, die das Video gut fanden. Und das ist auch die Quintessenz daraus: Wenn du etwas gut machst und herzeigst, dann brauchst du keinen plumpen Verkauf. Dann kommen die Leute zu dir.“ Umgesetzt wurde etwa ein Video für das Seat-Autohaus Paier, das die coole „Auto Emotion“ der „Herzerl-Straße“ zeigt.

 

Pixelmaker Herzerlstrasse

 

Für ein Fitnessstudio setzte Pixelmaker das Video „Weg mit dem Speck“ um – mit Musik der Band „Gestern & Heut“. Dieses Video wurde auch im Rahmen eines SFG-Förderprogramms unterstützt.

 

Digitalisierung verändert die Arbeit von Pixelmaker

Auch dieses Video ist ein Kurzfilm (< 1 Minute), der primär für Facebook gedacht ist. „Die Digitalisierung verändert natürlich auch unsere Arbeit. Ich sehe das aber eher als Chance. Ein schneller Schnappschuss für Facebook, das machen aus Kostengründen heute natürlich viele selbst. Das heißt aber nicht, dass niemand mehr einen Fotografen braucht – das Bewusstsein für echtes Handwerk ist bei meinen KundInnnen auf jeden Fall da“, sagt Sommerauer. „Da geht es ja auch darum, dass du einen Stil durchziehst. Egal ob ich ein Foto bei Sonne oder Regen mache, die Bildsprache muss sich das ganze Jahr über durchziehen. Das Bild soll ja dem Unternehmen zuordenbar sein. Dazu braucht es Know-how und Erfahrung“, verweist er auf seine ISO-Zertifizierung als Fotograf. Gerade in Branchen mit viel Konkurrenz – etwa im Weinbau in der Südsteiermark – ist eine individuelle Bildsprache wichtig. „Zum einen Unternehmen passen kalte Farben besser, zum anderen goldige Töne. Die Bildsprache geht weit über das Motiv hinaus, das ist eine Frage der Technik, da gibt es ja laufend neue Möglichkeiten.“

 

Neue Perspektiven durch Drohnen-Aufnahmen

Man müsse offen sein für neue Technologien – auch über Kameratechnik und Bildbearbeitung hinaus. „Wir machen momentan sehr viele Drohnen-Aufnahmen“, nennt Sommerauer ein Beispiel. „Die neuen Perspektiven scheinen gerade in herausfordernden Zeiten gefragt zu sein.“

 

 (Fotos/Screenshots: Pixelmaker)

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