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Business Resilience: So machen Sie Ihr Unternehmen resilienter

Als resilient bezeichnet man jene Menschen, die auch schwierige Situationen nicht aus der Bahn werfen können. Gerade in Krisenzeiten gewinnt diese Fähigkeit in Unternehmen an Bedeutung. In seinem neuen Trendbook zeigt das Smarter Service Institut anhand von Success Stories und Umsetzungstipps, wie man das eigene Unternehmen resilienter macht.

Was genau versteht man unter Business Resilience?

Als Business Resilience bezeichnet Bernhard Steimel, Leiter des Smarter Service Instituts und Studienautor „die Fähigkeit eines Unternehmens, durch zyklische und strukturelle Veränderungen von Angebot und Nachfrage dauerhaft Gewinn zu erwirtschaften“.

Dazu zählt laut Anne M. Schüller, Expertin für kundenzentrierte Unternehmensführung, auch, dass man bisherige Ansätze aufgeben und völlig neu denken müsse. Der Business-Messenger Slack ist dazu ein gutes Beispiel. Dieser ist entstanden, weil ein Gaming-Start-up mit der Entwicklung eines ursprünglich geplanten Spiels gescheitert ist. Die Geschäftspartner haben sich jedoch für die interne Kommunikationsplattform der Entwickler interessiert und so wurde Slack geboren.

 

Woran erkennt man resiliente Unternehmen?

Resiliente Unternehmen haben laut Trendbook 5 entscheidende Merkmale:

  • Harder: Sie treffen frühzeitig harte Entscheidungen und schneiden alte Zöpfe ab.
  • Faster: Sie bewegen sich schneller und gelangen so rasch wieder auf den Wachstumspfad.
  • Stronger: Sie schränken ihre Investitionen nicht ein und reinvestieren.
  • Smarter: Sie sind digitale Vorreiter, die frühzeitig auf digitale Technologien setzen.
  • Empathischer: Sie verwirklichen einen stakeholderorientierten Blick auf die Wirtschaft.

 

Wo muss man ansetzen, um als Unternehmen resilienter zu werden?

Ansetzen muss man laut den Experten des Smart Service Instituts vor allem in folgenden 3 Handlungsfeldern:

  1. KundInnenorientierung: Der Mehrwert für den Kunden muss im Vordergrund stehen. Smart Services bieten die Chance, einen solchen Mehrwert zu schaffen. Gerade in Zeiten plötzlicher Krisen oder stärkerer Konkurrenz wird es umso wichtiger, sich dadurch abzuheben.
  2. Prozesse: Im Krisenfall ist Schnelligkeit und Agilität gefragt. Unternehmen, deren Mitarbeiter im März 2020 bereits mit FTP-Zugang, Laptops und Co. ausgestattet waren, konnten deutlich schneller auf Homeoffice umstellen. Wichtig ist aber auch, dass bei den Fähigkeiten der Mitarbeiter angesetzt wird, gerade wenn es um die digitale Transformation geht. Diese lässt sich nur dann umsetzen, wenn das erforderliche Know-how vorhanden ist.
  3. Technologie: Auch das hat sich im letzten Jahr gezeigt: Je robuster die digitale Infrastruktur, desto widerstandfähiger ist man. Die Robustheit bezieht sich hier sowohl auf die strategische Planung und das aktive Management als auch auf das Thema Security.

 

Anne M. Schüller beschreibt im Trendbook darüber hinaus folgende Ansätze zur Veränderung:

  • Von der hierarchischen Organisationsstruktur zum Orbit-Modell: Bei diesem „umkreist“ das Management die KundInnen, die im Zentrum stehen. Auch die MitarbeiterInnen sind gleichrangig mit Partnern und Managern.
  • Veränderungen in einem Bereich beginnen, in dem es bereits Interesse am Wandel gibt (z. B. der Wunsch, anders zu arbeiten) und in diesem Teil des Unternehmens experimentieren. Idealerweise auch mit einer Gruppe an MitarbeiterInnen, die das von sich aus wollen. Die ersten Erfolgserlebnisse motivieren andere MitarbeiterInnen.

 

Was können wir in Sachen Business Resilience von asiatischen Unternehmen lernen?

Taiwan wuchs selbst im Jahr 2020 um 5 Prozent, weil die Unternehmen dort bereits früh auf Digitalisierung gesetzt haben. Laut Digital Intelligence Index der Tufts University erhält Taiwan die weltbeste Bewertung für seine digitale Transformation von Gesellschaft und Wirtschaft, ebenso wie Südkorea, Singapur, Hongkong, Neuseeland und Estland. Aber wie sind asiatische Unternehmen mit der Krise umgegangen? Ein Beispiel: Die Ping An Group (größter Versicherer Chinas) hat im Lockdown auf den vollständigen Ausbau der digitalen Angebote gesetzt. Um 50 Prozent konnte der Umsatz durch Digitalisierung des Versicherungsvertriebs gesteigert werden. Das Telemedizin-Portal Ping An Good Doctor hatte 8-mal so viele Kunden wie davor.

 

Dutzende weitere Best Practice Beispiele, auch von europäischen Unternehmen, im 59-seitigen Trendbook Business Resilience. Außerdem Antworten auf die folgenden Fragen:

  • Welche Digitalisierungstrends sind aktuell die wichtigsten?
  • Was hat es mit dem „Digitalisierungshaus“ auf sich und wo setzt man am besten an?
  • Wie bringt man mehr Datenbewusstsein in die Unternehmen?

 

Trendbook hier zum Download …

 

Business Resilience (Sujetbild)

 

 (Bildcredit: Smarter Service Institut)

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